+41 41 589 67 78Antwort innert 1 Werktag

Kostenlos anfragen

StartseiteBlog

Lesezeit: 5 Minuten

Aktualisiert:

Managed WordPress Hosting Schweiz: Wer macht die Updates?

«Managed» beschreibt den Server, nicht Ihre Website. Vier Fragen, die in fünf Minuten aufdecken, ob sich jemand um Ihre Plugin-Updates kümmert — und was es kostet, wenn nicht.

Daniel Alzer

Daniel Alzer

WP Profis, Stans

«Managed Hosting» heisst bei den meisten Anbietern nicht, dass sich jemand um Ihre Updates kümmert. Es heisst, dass der Server verwaltet wird. Ihre WordPress-Installation, Ihre Plugins und Ihr Theme bleiben Ihre Sache — und genau dort entsteht der Schaden. Dieser Beitrag erklärt den Unterschied, nennt die vier Fragen, die ihn aufdecken, und sagt, was er kostet.

Das Wichtigste in Kürze

  • «Managed» beschreibt den Server, nicht Ihre Website. Betriebssystem, PHP, Datenbank und Verfügbarkeit sind abgedeckt — Ihre Plugins und Ihr Theme in aller Regel nicht.
  • Dort liegen aber die Schwachstellen. Angriffe zielen fast nie auf den Server, sondern auf Erweiterungen, die niemand aktualisiert.
  • Automatische Updates sind keine Lösung, wenn niemand testet. Ein Update, das nachts die Zahlungsstrecke zerlegt, fällt frühestens am Morgen auf.
  • Vier Fragen klären in fünf Minuten, was Sie gekauft haben. Kommt bei zweien «das machen Sie selbst», haben Sie Hosting und meinten Wartung.

Was «managed» tatsächlich abdeckt

Bei praktisch allen Anbietern bezieht sich das Wort auf die Ebene unterhalb Ihrer Website: Betriebssystem, Webserver, PHP-Version, Datenbank, Caching, Backups des Servers, Verfügbarkeit. Das ist echte Arbeit und sie ist ihr Geld wert. Nur schützt sie Sie nicht vor dem, was Websites in der Praxis lahmlegt.

Denn die Schwachstellen liegen fast nie im Server. Sie liegen in Plugins und Themes — also in genau der Schicht, die «managed» üblicherweise ausklammert. Patchstack zählte für 2025 11’334 gemeldete Schwachstellen im WordPress-Umfeld, 91 Prozent davon in Plugins. Ein Anbieter kann Ihren Server tadellos betreiben, während auf Ihrer Website ein Plugin seit acht Monaten eine bekannte Lücke offen hält.

Manche Anbieter spielen Updates automatisch ein. Das klingt nach der Lösung und ist oft das grössere Problem: Ein automatisches Update, das nachts eingespielt wird und die Zahlungsstrecke Ihres Shops zerlegt, fällt frühestens am Morgen auf. Wer automatisch aktualisiert, ohne vorher zu testen und ohne einen geprüften Rückweg, verschiebt das Risiko nur.

Vier Fragen, die den Unterschied aufdecken

Stellen Sie sie Ihrem jetzigen oder künftigen Anbieter schriftlich. Die Antworten sind aussagekräftiger als jede Leistungsübersicht.

  1. Wer spielt Plugin- und Theme-Updates ein — Sie oder wir? Wenn die Antwort «automatisch» lautet, fragen Sie nach, was passiert, wenn ein Update etwas kaputt macht.
  2. Werden Updates vorher irgendwo getestet? Eine Kopie der Website, auf der zuerst aktualisiert wird, ist der Unterschied zwischen Wartung und Glücksspiel.
  3. Wann wurde zuletzt eine Wiederherstellung aus dem Backup geprüft? Nicht: Gibt es Backups. Sondern: Wurde je eines zurückgespielt? Ein nie getestetes Backup ist eine Vermutung.
  4. Innert welcher Frist bekomme ich eine Antwort, wenn die Website steht? Und gilt die auch am Freitagnachmittag?

Wenn auf zwei dieser vier Fragen «das machen Sie selbst» kommt, haben Sie Hosting gekauft und Wartung gemeint.

Muss der Server in der Schweiz stehen?

Rechtlich meistens nicht. Artikel 16 des Datenschutzgesetzes erlaubt die Bekanntgabe ins Ausland, wenn der Bundesrat dem Zielstaat einen angemessenen Datenschutz bescheinigt hat; die entsprechende Staatenliste steht in Anhang 1 der Datenschutzverordnung und umfasst die EU- und EWR-Staaten. Ein Server in Deutschland ist für die meisten Schweizer KMU also zulässig — für Staaten ausserhalb der Liste braucht es zusätzliche Garantien wie Standardvertragsklauseln.

Praktisch gibt es trotzdem gute Gründe für die Schweiz: kürzere Wege für Schweizer Besucherinnen und Besucher, Support in derselben Zeitzone und Sprache, Verträge nach Schweizer Recht, und bei Kundschaft aus dem Gesundheits- oder Finanzbereich schlicht die Erwartungshaltung. Wenn Ihnen das wichtig ist, sagen Sie es vor der Offerte — es beeinflusst die Wahl der Umgebung, und nachträglich umzuziehen kostet mehr.

Das ist eine technische Einordnung, keine Rechtsberatung. Ob für Ihr Unternehmen besondere Anforderungen gelten, klärt eine Anwältin oder ein Anwalt.

Was das ungefähr kostet

Reines Hosting für eine WordPress-Website liegt in der Schweiz je nach Anbieter im niedrigen zweistelligen Frankenbereich pro Monat. Betreuung — also jemand, der Updates einspielt, testet, überwacht und erreichbar ist — kommt dazu und wird separat verrechnet.

Bei uns beginnt die laufende Betreuung bei CHF 49 im Monat und ist monatlich kündbar; für Shops kommt ein Zuschlag dazu, weil dort mehr zu prüfen ist. Was in welcher Stufe enthalten ist, steht auf der Seite WordPress Support & Wartung. Wenn Sie beides aus einer Hand wollen, finden Sie die Kombination unter Managed WordPress Hosting.

Der ehrliche Hinweis dazu: Wenn Ihr jetziger Anbieter die vier Fragen oben sauber beantwortet, wechseln Sie nicht. Ein funktionierender Betrieb ist mehr wert als ein besserer Preis.

Häufige Fragen

Reicht es nicht, die automatischen Updates von WordPress einzuschalten?

Für Sicherheitsupdates des Kerns ja, die sind seit Jahren automatisch und in der Regel unkritisch. Das Risiko liegt bei Plugins und Themes: dort ändern sich Funktionen, nicht nur Sicherheitslücken. Ohne vorherigen Test und geprüften Rückweg ist die Automatik eine Wette darauf, dass niemand etwas umgebaut hat.

Woran merke ich, dass sich niemand kümmert?

Melden Sie sich im Adminbereich an und sehen Sie unter «Aktualisierungen» nach. Stehen dort Plugins mit Versionsständen, die Monate zurückliegen, kümmert sich niemand — unabhängig davon, was auf der Rechnung steht.

Wir haben eine interne IT. Brauchen wir trotzdem jemanden?

Nicht zwingend. Sinnvoll ist es dann, wenn Ihre IT WordPress nicht täglich betreut — die Fehlerbilder sind spezifisch, und die Zeit, sie zum ersten Mal zu suchen, ist teurer als die Betreuung.

Fazit

Wenn Sie danach suchen, dass sich jemand um die Updates kümmert, suchen Sie keinen Hoster, sondern eine Betreuung — und die beiden werden nur selten im selben Wort verkauft. Die vier Fragen oben klären in fünf Minuten, was Sie haben. Falls Sie danach reden möchten: Erstgespräch vereinbaren, unverbindlich und mit Antwort innert einem Werktag.

Quellen

Stand: 7. August 2026. Die Angaben zum Datenschutz sind eine technische Einordnung und ersetzen keine Rechtsberatung.

Projekt geplant?

Wir prüfen Ihre Website und beraten Sie unverbindlich — innert einem Werktag.

Daniel Alzer

Über den Autor

Daniel Alzer — Inhaber & Geschäftsführer, WP Profis

Entwickelt und betreut seit über zehn Jahren WordPress-Websites für KMU in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Mehr über uns →

Bereit, Ihr WordPress-Projekt anzugehen?

Wir prüfen Ihre Ausgangslage, planen die nächsten Schritte und setzen sie sicher um — kostenlose Erstberatung inklusive.